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Festung Küstrin

 

Die Oderinsel an der Wartemündung wurde bereits in der Steinzeit von indogermanischen Volksstämmen besiedelt, bis im Zuge der Völkerwanderung Slawen das Gebiet besiedelten. Im 13.Jahrhundert gehörte das Dorf Küstrin zur Herrschaft des Brandenburgischen Grafen Albrecht der Bär, der dem Dorf auch das Stadtrecht verlieh. 1537 errichte Markgraf Johann die heute noch teilweise erhaltene Festung. Berühmtheit erlangte die Stadt, als Kronprinz Friedrich von Preußen, später der Große genannt, nach missglückter Flucht vor dem Militärdienst hier inhaftiert war.
Nach dem ersten Weltkrieg wurden die Festungswerke auf der Ostseite beseitigt und das frei werdende Gelände zur Erweiterung der Altstadt Küstrin genutzt. In den harten Abwehrkämpfen 1945 wurde die Altstadt zu 90 Prozent zerstört. Heute können die Ruinenreste besichtigt werden.

 

 

 

Fort Zorndorf

Das Fort Zorndorf wurde 1883-1888 aus 28 Millionen Ziegelsteinen errichtet. Es ist das letzte Fort vom Typ Biehler. Auf sich allein gestellt, hatte es die Aufgabe den Zugang zur Festungsstadt Küstrin zu sperren. 1945 kampflos von der Roten Armee erobert, diente es nach dem Krieg als Steinbruch. Trotzdem sind noch beeindruckende Reste erhalten. Wegen Baufälligkeit ist der Zugang zur Zeit verboten.

 

 

 

Das Fort Säpzig wurde 1888-90 erbaut und diente der Absicherung der südlichen Flanke der Festung. Es wurde als ständige Batteriestellung konzipiert und war von einem Ring von Infanteriestellung umgeben. Militärisch schon nach kurzer Zeit veraltet, wurde das Fort als Lager genutzt. In den schweren Abwehrkämpfen 1945 war das Fort nicht besetzt und diente der Roten Armee als Munitionslager. Die polnische Armee nutzte das Fort bis 1990.
Das Fort ist zu 80 Prozent erhalten und kann besichtigt werden.

 

 

 

Das Fort Tschernow wurde zur gleichen Zeit wie das ähnlich gestaltete Fort Säpzig gebaut. Es sicherte das Wartebruch gegen feindliche Truppen ab und sperrte so den Zugang zur Festung Küstrin. Von einer militärischen Nutzung ist nichts bekannt. Nach 1945 wurde das Fort zur Baustoffgewinnung abgerissen und ist nur noch zu 30 Prozent erhalten. Das Fortgelände ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und kann betreten werden.

 

 

 

-(Si 10.06.2015 9:55)-

 

 

 

 

 

 

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